Eröffnungsabend in der Imperium-Lounge: der Club im Club
Der Flyer mit der Ankündigung der «Imperium Lounge» hatte Banyadee neugierig gemacht. Und so war er gestern Abend, wenige Minuten nach der Eröffnung (21 Uhr) vor Ort, um sich vom neuen Angebot ein Bild zu machen. Am Premierenabend sah der Ablauf wie folgt aus...
(zuerst die Fakten kurz zusammengefasst):
- Als Lokalität für die «Imperium Lounge» dient das Restaurant «Palazzo», das am gestrigen Sonntag für die Saunaclub-Gäste nur bis 20 Uhr zugänglich war.
- Zum Eingang geht’s über die Anlieferungsrampe Küche / Treppe auf der nördlichen Gebäudeseite (ein weisser Banner weist darauf hin).
- Nach Läuten wird die Tür durch einen Türsteher geöffnet – er begleitet den Gast durch die Gänge ins «Palazzo» und führt ihn an einen freien Sitzplatz.
- Der Getränkewunsch wird von einer Supervisorin aufgenommen, die dann das Getränk am regulären Getränke-Buffet zubereitet oder an der Hauptbar besorgt. Softgetränke gibt es für zehn Franken, Biere / Wein im Glas für 15 Franken, Cocktails und Spirituosen ab 20 Franken. Zudem besteht die Möglichkeit an der Essensausgabe Snacks zu bestellen wie Pizzas (25 Franken), Pommes (12 Franken), Flammkuchen, Chicken Nuggets etc.
- Als «Queens» stehen den «Kings» die Damen vom aktuellen Tagesplan zur Verfügung, die auf Wunsch von der Supervisorin zum Gast gebracht werden. Dementsprechend waren die in der Lounge anwesenden Damen gemäss dem Tagesmotto im Bikini gekleidet. Eine Dame, die auf Escort war, erschien in einem eleganten Designer-Kleid.
- Die sanitären Anlagen befinden sich ebenfalls im Obergeschoss, der Clubbereich im Erdgeschoss ist für die Lounge-Gäste nicht zugänglich.
- Der Servicepreis für 30 Minuten beträgt 200 Franken. Es stehen die üblichen Zimmer sowie die beiden VIP-Lounges zur Verfügung.
21.17 Uhr, am gestrigen Sonntagabend: «Du willst sicher in die Lounge», grüsste ihn Lavinia von hinter der Rezeption, als Banyadee im Sakko und mit frisch gebügeltem Hemd vor ihr stand. Bezüglich Dresscode wurde eine elegante Erscheinung gewünscht – und Banyadee hatte dafür extra seine besten Tücher aus dem Schrank geholt. «Hier bist du aber falsch, der Eingang befindet sich dort wo die Spot-Lampe leuchtet», erklärte ihm die bezaubernde Lavinia und zauberte ihm mit ihrem herzlichen Wesen ein Lächeln aufs Gesicht. Also bog er zweimal links ab und lief die Treppe hinauf, wo er vor einer verschlossenen Tür ankam. «Imperium Lounge – bitte läuten», stand dort geschrieben. Also drückte Banyadee auf den weissen Buzzer, ein grünes Licht hellte auf und ein paar Sekunden später stand ihm ein schwarz gekleideter Türsteher gegenüber, der den Gast freundlich grüsste und ihn bat, ihm zu folgen. Durch den langen, neon-beleuchteten Korridor ging es ins «Palazzo». Auf den Tischen brannten LED-Kerzen und die Wandbeleuchtung war gedimmt. Es herrschte ein romantisches Bar-Ambiente. Der Türsteher fragte Banyadee nach seinem Sitzplatzwunsch. Banyadee nahm an einem Zweiertisch Platz und schon stand die Supervisorin Fatima neben ihm, ebenfalls elegant und ganz in Schwarz gekleidet. Sie legte ihm die Getränkekarte hin und Banyadee bestellte seinen ersten Drink, den Fatima an der Hauptbar im Erdgeschoss besorgen musste. Eine Auswahl an den gängigsten Bar-Klassikern hingegen wie Bier und Schaumweine waren an einer ad-hoc eingerichteten Bar am Getränke-Buffet des «Palazzos» aufgereiht. Ebenfalls im Angebot hatte es eine Humidor-Box mit drei Zigarren-Marken zur Auswahl.
Orgie im «Palazzo»
Der Aufmarsch war am Eröffnungsabend überschaubar. DJ Sunny hatte rechts vom Eingang sein Mischpult aufgebaut und sorgte für den passenden Sound – von der Lautstärke her angenehm, so dass man sich auch gut mit anderen Gästen unterhalten konnte. Unter den Premierengästen befanden sich ferner Mitarbeitende aus anderen Imperium-Clubs, die sich ebenfalls ein Bild dieses neuen Globe-Angebots machen wollten. An einem Vierertisch liess es eine Männer-Dreiergruppe mit Ariana, Angelina, Bianca und Irina bereits ganz schön krachen. Nach mehreren Flaschen Champagner fielen auch die Hemmungen und irgendwann sassen die Damen nackt auf dem Tisch und liessen sich oral befriedigen. «Das gibt es wohl in keiner anderen Lounge zu sehen», bemerkte ein Gast am Nebentisch, der die Gelegenheit nutzte, um nach einem anstrengenden Sonntag mit Kollegen die Woche noch ganz gemütlich bei einer feinen Zigarre ausklingen zu lassen. Auch für Banyadee war es ein Novum: zum ersten Mal bekam er im «Palazzo» eine Public-Sex-Orgie zu Gesicht. Wie Banyadee mitgeteilt wurde, beträgt der Servicepreis pro 30 Minuten 200 Franken.
Anita im Audrey-Hepburn-Dress
Dem Tagesmotto getreu waren die vier erwähnten Damen in Bikinis gekleidet. Nur Anita trug ein schwarzes (Chanel-?)Kostüm, dies weil sie angeblich für Escort gebucht war. Wie Fatima auf Anfrage bestätigte, würden in der Regel jeweils jene Damen zur Verfügung stehen, die auch auf dem aktuellen Tagesplan gelistet seien. Es sei aber auch möglich, an den kommenden Sonntagen Damen anzutreffen, die «Club-frei» hätten. Es war aber nicht nur so, dass sich die Gäste ihre Wunschdamen bei der Supervisorin «bestellten». Julie und Coco nahmen die Sache zum Beispiel selber an die Hand, indem sie in der Lounge ihre Runden drehten und nach möglichen Interessenten Ausschau hielten.
Sein erster Besuch in der «Imperium Lounge» - ein eigentlicher Club im Club – endete für Banyadee kurz nach Mitternacht, nach dem dritten Drink und nachdem er noch belustigt ein paar Paare beim Tanzen auf der dafür seines Erachtens sehr geeigneten Fläche in der Raummitte beobachtet hatte. Fatima begleitete Banyadee zum Ausgang, wo ihm der Türsteher noch eine gute Heimkehr wünschte.
Sein persönliches Fazit: Die «Imperium Lounge» eignet sich für all jene, welche sich den Wochenausklang noch etwas versüssen möchten, sich vielleicht im Bademantel etwas unwohl fühlen oder einfach nur einmal mit einem / mehreren Kollegen etwas trinken und / oder einen feinen Tabak rauchen wollen, aber trotzdem nicht auf die weitherum geschätzte Globe-Partystimmung und die legendären Globe-Girls verzichten möchten. Und tatsächlich, das musste auch Banyadee feststellen, lässt sich das Tanzbein in chicher Ausgangskleidung weitaus eleganter schwingen als im Bademantel...