Hallo miteinander
Ich möchte Euch meine Geschichte erzählen, die mir im Rotlichtmilieu passiert ist. Ein WG hat mich um mindestens 350'000 Franken betrogen, wahrscheinlich sogar mehr. Und vielleicht lassen die Moderatoren dieses Forums die Publikation sogar zu. Es geht nicht um das Anschwärzen des WGs, sondern um einen Beitrag, dass nicht anderen Freiern das Gleiche passiert.
Die rumänische WG habe ich im Oktober 2021 in
XXX zum ersten Mal getroffen. Sie inserierte als
XXX und arbeitete in einer privaten Wohnung in der
XXX. Ich habe mich sofort in sie verliebt, auch weil sie mich an eine unerfüllte Jugendliebe erinnerte. Danach habe ich sie mehrmals besucht, und beim vierten Mal gingen wir zusammen Essen. In den Zeiten der Pandemie musste man sich in den Restaurants ausweisen, und so kam es, dass wir unsere richtigen Namen erfuhren.
Irgendwann mochte ich
XXX, die in Wirklichkeit anders heisst, nicht mehr teilen. Ich bin ein eifersüchtiger Mensch und wollte nicht mehr irgendein Besucher zwischen zwei anderen sein. Also bot ich ihr an, ihren Lebensunterhalt zu finanzieren. Im Gegenzug sagte sie zu, sich nicht mehr zu prostituieren. Wir meldeten sie für Deutschlektionen an, und sie versprach, eine reguläre Arbeit zu suchen. Wir verbrachten sehr viel Zeit miteinander in Bern, denn faktisch bin ich zu Hause ausgezogen. Ich bin auch zwei Mal nach Rumänien geflogen, als sie im Sommer mehrere Wochen bei ihrer verwittweten Mutter in Buzau verbrachte und ich es ohne sie nicht mehr aushielt. Wir reisten zusammen, ohne dass ich jedoch ihre Familie kennenlernte; das wurde mir immer mal wieder nur in Aussicht gestellt.
Mehr als ein Jahr später blicke ich auf ein unfassbares Lügengebilde, das diese Frau aufgebaut hat, um mir aus immer neuen Gründen das Geld aus der Tasche zu ziehen: Wohnung in Bukarest, lebensrettende Operation der Mutter, Investition in einen Schönheitssalon, etc. Ich bin einer Narzisstin und professionellen Lügnerin auf den Leim gegangen. "
XXX" ist 31 Jahre und ich fast doppelt so alt. Sie hat ein schönes Gesicht, ein Lächeln zum Sterben, doch sie ist eiskalt, berechnend, gewissenlos und einfach nur böse. Sie hat mich z.B. auf dem Bahnhof als meine Freundin verabschiedet und sich danach kaum eine Stunde später mit Freiern zu treffen begonnen.
Heute weiss ich, dass es keine Wohnung in Bukarest gibt und die Mutter nicht lebensrettend operiert werden musste. Ich weiss, dass nahezu alles gelogen ist, was "
XXX" sagt. Wenn sie erzählte, dass sie im September eine Woche lang in Basel für eine Freundin eingesprungen ist, um eine alte Frau in deren Haus zu pflegen und ich sie leider dort nicht besuchen können, dann weiss ich heute, dass sie wahrscheinlich nicht in Basel war und auch keine alte Frau pflegte. Sie weilte auch nicht in Bukarest am Krankenbett der Mutter, sondern in Instanbul auf einer Einkaufstour mit dem Geld, das angeblich für die Operation bestimmt war, während ich zu Hause per WhatsApp belogen und getäuscht wurde.
Im Rückblick hätte ich das wahre Wesen von "
XXX" (die früher auch als "
XXX" in
XXX unterwegs war) schon nach kurzer Zeit erkennen müssen. Wenn ich nicht liebestoll und -blind gewesen wäre. Wenn ich nicht unentwegt gehofft hätte, dass sich das alles in Minne auflösen und gut werden wird. Wenn ich nicht ständig diese Angst gehabt hätte, "
XXX" zu verlieren, wenn ich sie zur Rede stelle – und wenn sie nicht eine meisterhafte Manipulatorin gewesen wäre, die genau diese Angst ausgenutzt und verstärkt hat.
Das funktionierte wie folgt: "Ich möchte eine Wohnung in Bukarest kaufen und vermieten. Kannst du mich dabei unterstützen? Ich muss das Geld sonst auf andere Weise beschaffen." Die Warnung ist unterschwellig und subtil: "auf andere Weise". Welche andere Weise könnte dies bei einer angeblich ehemaligen Prostituierten sein? Diese Art, ein Opfer unter Druck zusetzen, stammt direkt aus der Handlungsanleitung für Narzissten.
Im Herbst war ich für 10 Tage im Ausland, "
XXX" blieb zu Hause. Und aus Zufall habe ich plötzlich Inserate von ihr bei einer der bekannten Plattformen entdeckt. Sie verwendete nicht eigene und echte Bilder wie früher, aber sehr typähnliche. Von einer ihr unbekannten Nummer meldete ich mich per SMS als angeblicher Freier und bekam auch einen Termin. Als Treffpunkt nannte sie das Haus gegenüber in der Strasse, und als ich dann zum vereinbarten Zeitpunkt die Inserentin anrief, erkannte ich gleich die Stimme meiner angeblichen Freundin "
XXX". Als sie merkte, wer der Anrufer und Freier tatsächlich war, leugnete sie die Situation – sie bediene nur das Telefon für eine Freundin, der sie die Wohnung für Massagen zur Verfügung stelle.
"
XXX", die auch als
XXX gearbeitet hat (und jetzt verzichte ich auf Anführungszeichen…) treibt möglicherweise das gleiche Spiel auch mit anderen Männern / Freiern / Opfern. Aus diesem Grund habe ich Strafanzeige bei der Berner Kantonspolizei eingereicht und den Ermittlern eine umfangreiche Dokumentation zur Verfügung gestellt. Andere Ämter sind ebenfalls involviert. Und ich hoffe, dass diese Veröffentlichung hilft, weitere Opfer zu verhindern.
Darum möchte ich die Verhaltensweisen von
XXX näher beschreiben, damit sie leichter von möglichen Opfern erkannt werden kann (sie arbeitet jetzt möglicherweise in einem Studio oder Saunaclub):
- Sie nennt dich Boyfriend, aber sie sagt dir nicht, wo genau sie wohnt ("bei einer Freundin, die nicht will, dass ich Männer mitbringe").
- Sie sagt dir um 23 Uhr per WhatsApp oder telefonisch gute Nacht, ist nachher aber bis in die frühen Morgenstunden in grossen zeitlichen Abständen weiter auf WhatsApp aktiv.
- Falls ihr auswärts übernachtet, will sie ihr eigenes Zimmer. Und sie ist spätestens um 22 Uhr müde und möchte schlafen (und bleibt auf WhatsApp aktiv…)
- Es geht ihr angeblich nicht ums Geld. Aber sie fragt ständig danach und ob du schon auf der Post oder der Bank warst.
- Sie geht mit dir in Läden wie Manor, Loeb, Reawake, Import Parfümerie, etc., und lässt dich dann ihre Einkäufe bezahlen. Das können locker ein paar Hundert oder auch deutlich mehr als 1000 Franken sein. Und sie gibt dir keine Chance, nicht zu bezahlen. Ausser du läufst weg und bist bereit, sie nie mehr zu sehen. Was du nicht willst. Du bist ja in sie verliebt und glaubst an eine gemeinsame Zukunft.
- Du bezahlst alles.
- Sie schliesst sich für die Nacht in ihrem Schlafzimmer ein, falls ihr ein Apartment teilt.
- Sie kauft auf deine Rechnung teure Kleider, die du danach nie mehr siehst. Das können auch Lingerie oder High Heels sein (die andere wahrscheinlich sehen werden, du aber nicht).
- Wenn sie nicht mit dir zusammen ist, ist es schwierig, sie telefonisch zu erreichen. Und falls du es schaffst, musst du froh sein, wenn du mehr als 2 Minuten am Tag mit ihr reden kannst.
- Wenn du ihr Fragen stellst und mehr wissen möchtest, wo sie ist und was sie tut, greift sie dich an: "Du stellst mir zu viele Fragen, das macht mir Kopfschmerzen, du vertraust mir nicht, glaubst du mir eigentlich nicht, verfolgst du mich?"
- Sex fühlt sich an wie Sex mit einer Prostituierten. Wenn du gekommen bist, geht sie ihre Hände waschen und / oder duschen. Und sie will, dass du möglichst schnell kommst.
- Sie will nicht möglichst viel Zeit mit dir verbringen, sondern nur was nötig ist. "Schatz, du könntest auch einen früheren Zug nehmen." Und wenn sie sagt, dass sie zu einer bestimmten Zeit bei dir eintrifft, wartest du vielleicht 3, 4 Stunden oder auch eine Nacht länger, weil sie beschäftigt ist (aber nicht mit dir).
Das also ist meine traurige Weihnachtsgeschichte. Gestern Abend hat sie um Mitternacht gesagt, sie werde jetzt Schlafen gehen. Doch ihre Nacht hat bis 08:00 Uhr heute früh gedauert, Und eigentlich wollte sie zu Weihnachten anrufen. Doch das ist bis jetzt nicht passiert – eine weitere in einem konstanten Fluss von Lügen.
Lieber @ValentinaL
Herzlichen Dank für deinen fundierten Erlebnisbericht. Wir sind bereit, diesen zu publizieren, damit Freiern denen es ähnlich ergeht, die Augen geöffnet werden können.
Auch wenn du für dich selbst entschieden hast, Namen und Ortschaften bekannt zu geben, müssen wir - und haben intern entschieden - jegliche Diskretion für Beteiligte wahren. Du wirst deshalb hoffentlich verstehen, weshalb wir Namen und Ortschaften aus deinem Bericht zensiert haben.
Es ist kein Einzelfall und für die allgemeine Information gold wert.
Herzlichen Dank
Pay6Tipp-Administration