Hab' gerade die Doku gesehen. War meiner Meinung nach zu... wie soll ich sagen... wechselhaft und turbulent. Fängt mit einem ganz dramatischen Intro an, dann Friede, Freude, Eierkuchen mit Torsten im
@Club Swiss (grüss dich Torsten! Hast eine gute Figur vor der Kamera gemacht!) und im nächsten Moment schwappt es dann rüber zu Feministinnen, die die Prostitution verteufeln. Und so geht es eigentlich die ganze Zeit hin und her, von einem Extrem ins andere. Ich glaube was diese Doku und die meisten anderen medialen Berichterstattungen zum Thema Prostitution verfehlen ist aufzuzeigen, dass die Prostitution nicht Böse oder Gut ist, sondern sowohl als auch. So wie es in jeder Branche top Anbieter und schwarze Schafe gibt.
Meiner Meinung nach lohnt es sich nicht die ganze Doku anzuschauen. Beim dramatischen Intro habe ich gedanklich geseufzt und die Augen verdreht. Dann gabs ein Hoch als ich Torsten gesehen habe (nicht falsch verstehen, ein
emotionales Hoch! Nicht unten rum! Auch wenn der Torsten ein "geiler" Typ ist). Aber danach gings mit der Doku bergab und den Rest könnte man sich eigentlich schenken und abschalten. Es folgte mehr oder weniger das übliche morale Bashing: Mit der heuchlerischen Feministin Alice Schwarzer, die Wasser predigt und Wein trinkt indem sie einerseits gegen die Prostitution die Moralkeule schwingt aber andererseits selbst Steuern hinterzieht; bis hin zu der einen (Ex-)Prostituierten, die angeblich jahrelang von einem Loverboy in Deutschland ausgebeutet wurde, dann auch in einem Bordell in der Schweiz ausgebeutet wurde aber nie irgendwie zur Polizei gegangen ist, sondern das alles über mehrere Jahre und über mehrere Länder mitgemacht hat.
Meine Meinung zu der Sache ist, dass es doch, bis auf ganz wenige Ausnahmen, keine Arbeit gibt, die wirklich freiwillig ist, weil wir doch alle durch den Kapitalismus "gewzungen" werden zu arbeiten; oder wir landen auf der Strasse. Und ganz ehrlich, es mag eine Zeit gegeben haben, wo es ein Nachteil war eine Frau zu sein. Aber heute würde ich viel lieber als Frau geboren werden. Du wirst durch die ganze Feminismus- und Diversitätsagenda beruflich gepusht und wenn du nicht arbeiten willst oder kannst, dann wirst du entweder Hausfrau oder du machst eben Prostitution oder, wenn du keinen Sex willst, OnlyFans und verdienst teilweise mehr als die meisten. Aber was machst du als Mann wenn du nicht arbeiten kannst oder willst? Es nimmt dich keine Frau wenn du arbeitslos bist und Prostitution als Mann geht auch nicht.