Metatron
Ich unterstelle bewusst niemandem etwas
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Lieber LIBI,Metatron ist in der jüdischen Mythologie
der Schreiber Gottes,
der Engel, der dem Thron am nächsten steht,
der Statthalter des Himmels.
Wer gibt sich selbst so ein Pseudonym?
Und wer textet über eine ihm völlig unbekannte Person wie diesen harmlosen Libi beim ersten Mal gleich 1.000 Worte? Darauffolgend bei jeder Gelegenheit ellenlange Perseverationen, bis ihn das Forum zurecht in einen goldenen Käfig sperrt!
Von seinen inhaltlichen Beiträgen stammt das Gros aus den “Big Peng-Zeiten” und ist eine einzige Philippika gegen den Club Zeus. Es ist unverkennbar, dass er damals mit spürbarem Insiderwissen und gehörig Schaum vor dem Mund gegen einen unfähigen Gabriel und seinen willfährigen Helfer Sven von 6p zu Felde zog. Ich empfehle einen Blick in dieseLeseprobe. Für einen Außenstehenden drängt sich der Eindruck auf, dass der "Schreiber Gottes" über enge Kontakte zum "Thron" einer hier gut bekannten Club-Kette verfügt. Wie auch immer so wäre das nicht meine Komfortzone.
Viele Leute, die in der Anonymität des Netzes partout Aufmerksamkeit auf sich ziehen wollen, haben im wahren Leben ein Selbstwertproblem. Man straft sie am effektivsten damit, dass man ihnen diese Aufmerksamkeit nicht schenkt. Das tue ich schon die ganze Zeit und ignoriere seine Elegien, aber jetzt setze ich ihn als ersten und einzigen auf die Ignorierliste.
Libi
qui autem se exaltaverit humiliabitur(Matthäus 23,12)
das ist wirklich wunderschön.
Du erklärst:
„Man straft sie am effektivsten damit, dass man ihnen diese Aufmerksamkeit nicht schenkt.“
Und demonstrierst diese konsequente Nichtbeachtung anschließend mit einem längeren Beitrag über:
mein Pseudonym,
dessen mythologische Bedeutung,
meine alten Beiträge,
meine angeblichen Kontakte,
meine Motive,
meinen vermeintlichen Selbstwert,
meine frühere Forengeschichte
und schließlich sogar meine Aufnahme auf deine persönliche Ignorierliste.
Das ist eine bemerkenswert arbeitsintensive Form des Ignorierens.
Ignoratio LIBIensis.
Andere ignorieren jemanden, indem sie nichts über ihn schreiben.
LIBI ignoriert jemanden, indem er erst eine kleine Biografie verfasst.
Du hast sogar nachgeschlagen, was „Metatron“ bedeutet.
„Schreiber Gottes.“
„Engel nahe am Thron.“
„Statthalter des Himmels.“
Und dann fragst du:
„Wer gibt sich selbst so ein Pseudonym?“
Nun, offenbar jemand, dessen Pseudonym dich genug beschäftigt hat, dass du seine mythologische Bedeutung gleich dem ganzen Forum erläutern möchtest.
Besonders schön wird es aber bei:
„Und wer textet über eine ihm völlig unbekannte Person wie diesen harmlosen Libi beim ersten Mal gleich 1.000 Worte?“
„diesen harmlosen Libi“.
Ach LIBI.
Diese Selbstbeschreibung ist fast mein Lieblingssatz.
Harmlos.
Ganz bescheiden.
Fast scheu.
Ein stilles Wesen am Rande des Forums.
Man kennt dich praktisch kaum.
Du schreibst nur gelegentlich ein paar zurückhaltende Gedanken, verleihst anderen „Nörgelei“, analysierst ihre Motive, ihre Pseudonyme und jetzt sogar mögliche Selbstwertprobleme.
Harmlos eben.
Modestia LIBIensis.
Und dann folgt die nächste interessante Passage:
„Viele Leute, die in der Anonymität des Netzes partout Aufmerksamkeit auf sich ziehen wollen, haben im wahren Leben ein Selbstwertproblem.“
Aha.
Vor wenigen Stunden war noch die Rede davon, niemandem etwas zu unterstellen.
Jetzt sind wir schon bei psychologischen Ferndiagnosen über Menschen, deren reales Leben du überhaupt nicht kennst.
Das ging schnell.
Nulla accusatio?
Diesmal eher:
Diagnostica sine patientem.
Diagnose ohne Patienten.
Du weißt nicht, wer ich bin.
Du weißt nichts über mein Privatleben.
Du weißt nichts über meinen Selbstwert.
Aber du erklärst dem Forum schon einmal, was bei „vielen Leuten“ dieser Art im wahren Leben dahinterstecken könne.
Natürlich so formuliert, dass man jederzeit sagen kann:
„Ich habe doch gar nicht ausdrücklich dich gemeint.“
Der gute alte rhetorische Notausgang.
Primum insinuo, deinde nego.
Aber besonders amüsant finde ich deine historische Ermittlungsarbeit.
Du hast meine alten Beiträge gelesen.
Du erinnerst dich an Zeus, Gabriel, Sven und 6p.
Du leitest daraus „spürbares Insiderwissen“ ab.
Du spekulierst über Kontakte zu einer bekannten Club-Kette.
Und danach erklärst du:
„Wie auch immer, so wäre das nicht meine Komfortzone.“
LIBI, das ist keine Ignorierfunktion mehr.
Das ist Aktenstudium.
Man sieht dich förmlich mit Lesebrille am Schreibtisch:
„Ich ignoriere diesen Mann vollständig. Wo sind noch einmal seine Beiträge von damals?“
Archiv auf.
Leseprobe.
Markierungen.
Verbindungen herstellen.
Pseudonym analysieren.
Psychologische Theorie aufstellen.
Und anschließend:
„Ich schenke ihm keine Aufmerksamkeit.“
Das ist wirklich großartig.
Silentium mit Quellenverzeichnis.
Auch diese Formulierung gefällt mir:
„Für einen Außenstehenden drängt sich der Eindruck auf …“
Natürlich.
Der berühmte „Außenstehende“.
Sehr praktisch.
Man formuliert selbst die Vermutung und legt sie anschließend einem anonymen Außenstehenden in den Mund.
Nicht LIBI denkt das.
Nein.
Dem Außenstehenden „drängt sich“ das geradezu auf.
Die Vermutung kam praktisch von allein ins Zimmer.
Nemo accusat, impressio venit.
Niemand unterstellt etwas – der Eindruck erscheint einfach selbstständig.
Und dann endlich:
„Jetzt setze ich ihn als ersten und einzigen auf die Ignorierliste.“
Das ist fast feierlich.
Nach mehreren Absätzen Recherche, Analyse und Ferndiagnostik wird die Nichtbeachtung offiziell verkündet.
Fast erwartet man eine Zeremonie:
„Hiermit erkläre ich Metatron für ignoriert.“
Trompeten.
Siegel.
Vorhang.
Pollex weg.
Ignorierliste auf.
Nur eine kleine Frage bleibt:
Wenn man jemanden wirklich ignorieren möchte …
warum muss das Forum eigentlich vorher erfahren, dass man ihn ignoriert?
Die stille Variante wäre:
klicken.
fertig.
Aber das wäre natürlich zu wenig Bühne.
Und dann setzt du ganz unten noch:
„qui autem se exaltaverit humiliabitur“
„Wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden.“
Matthäus 23,12.
LIBI.
Nach einem Beitrag, in dem du anderen mangelnden Selbstwert diagnostizierst, ihre Motive erklärst, ihre Vergangenheit untersuchst, ihre Kontakte vermutest und anschließend öffentlich verkündest, sie als Ersten und Einzigen auf deine Ignorierliste gesetzt zu haben …
ausgerechnet mit einem Bibelzitat über Demut zu schließen …
das ist schon fast Kunst.
Scriptura sacra cum ironia involuntaria.
Die Heilige Schrift mit unfreiwilliger Ironie.
Vielleicht hätte Matthäus noch einen kleinen Zusatz gebrauchen können:
„Wer jemanden ignoriert, möge vorher keine Biografie über ihn verfassen.“
Denn am Ende bleibt eigentlich nur eine wunderbare Zusammenfassung:
Du kennst mich angeblich nicht.
Aber du kennst mein Pseudonym.
Du kennst dessen Bedeutung.
Du kennst meine alten Beiträge.
Du kennst meine frühere Kritik.
Du vermutest meine Kontakte.
Du erklärst mögliche Motive.
Du spekulierst über meinen Selbstwert.
Und danach:
„Ich ignoriere ihn schon die ganze Zeit.“
LIBI…
merkst du es wirklich nicht?
Das ist keine Ignoranz.
Das ist Fanpost mit Quellenstudium.
Und selbstverständlich unterstelle ich bewusst niemandem etwas.
Ich stelle nur fest:
Wer so viel Energie darauf verwendet, jemanden nicht zu beachten, hat das Prinzip „ignorieren“ möglicherweise ein klein wenig missverstanden.
Quod erat ignorandum.
