Belohnt sollen nur die werden die ohnehin schon am meisten Geld verdienen. Macht das Sinn?
Und genau so läuft es manchmal auch im Puff – wie draussen in der „normalen“ Welt.
Manager, die ohnehin schon von üppigen Salären profitieren, sichern sich zusätzlich Boni in Millionenhöhe. Und selbst bei den Rentnern macht man mit der 13. AHV keinen Halt. Klar: Wer eine Vollrente bezieht, hat in der Regel ein Leben lang gut verdient und entsprechend eingezahlt – das ist legitim. Aber genau diese Gruppe konnte sich meist auch eine solide Pensionskasse aufbauen und lebt im Alter nicht am Existenzminimum.
Sinnvoller wäre es gewesen, gezielt die wirklich bedürftigen Rentner zu unterstützen. In dem man die Vollrenten nur minim nach oben korrigiert und die Minimalrenten stark in den Rentenskala nach oben kapituliert hätte. Stattdessen geht jetzt sogar die Umsetzung komplett am Ziel vorbei: Der Minimalrentner finanziert sich seine 13. AHV am Ende selbst – über höhere Preise infolge der MWSt.-Erhöhung (12 Monate im Jahr höhere Einkäufe finanzieren) und zusätzliche Steuerbelastung bei der Einkommenssteuer. Ergo, unter dem Strich bleibt per Jahresende kein Rappen mehr übrig. Mehr Schein als Sein. Willkommen im Sozialstaat der SP.
Und um den Bogen zurück zum Thema zu schlagen: Die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auf – und das macht offenbar auch vor dem Rotlichtmilieu keinen Halt. Die Basis, die stillen und leisen Arbeiter:innen ganz unten, werden einmal mehr vergessen. Genau diejenigen, die mit ihrer täglichen Arbeit überhaupt erst die Grundlage für stabile Umsätze und damit auch für all die grosszügigen Boni schaffen. Quo vadis?
