Suchtpotenzial, vom Glockenschlag bis zur Mitternacht
Seid mir gegrüßt, edle Herren,
An selbigem Tage begab ich mich zu meinem bislang längsten Verweilen in einem Hause der Freuden, das ich hier nun kundtue.
Aufgrund der Redereien, sowohl in diesem wie auch in einem anderen Kreise der Schreibenden, war ich mir lange unsicher, ob ich überhaupt Kunde geben sollte von meinem Aufenthalt.
Doch selbst den aufkommenden Zweifeln zum Trotz beschloss ich, mich nicht davon abhalten zu lassen.
Als ich das Etablissement betrat, wurd ich freundlich empfangen und zu meinem Erstaunen erkannte mich der Schatzmeister gar, obgleich es erst mein vierter Besuch war. Das nenn ich Erinnerungstreue.
Nach kurzem Verweilen auf dem Sofa erschien die holde Maid Francesca und nahm mich sogleich in Beschlag. Wir wechselten einige Worte, dann begaben wir uns gemeinsam in mein erstes Gemach an diesem Tage.
Francesca ist eine junge Dame von grosser Schönheit, mit reizvollem Antlitz und wohlgeformtem Leib ihr Hinterteil ein gar lieblicher Anblick, ihre zarten Reize ein Augenschmaus.
Der Dienst, den sie mir erwies, war vortrefflich. Besonders im Spiel von hinten ward mir eine herrliche Aussicht auf ihr edles Hinterteil zuteil, das ich mit viel Freude und Hingabe zu verwöhnen wusste.
Einmal mehr stellte ich fest, wie sehr es mich zu reizen vermag, mich selbst im Spiegelbild zu betrachten und wie sehr mich dieser Anblick zusätzlich erregt.
Woran das wohl liegen mag?
Nach diesem wohltuenden Umgang begab ich mich zur Entspannung in die Schwitzkammer und liess Körper und Geist zur Ruhe kommen.
Wenig später, kaum hatte ich wieder Platz genommen, gesellte sich die Maid Brenda zu mir.
Wir führten ein langes und angenehmes Gespräch teils heiter, teils ernst und sie war stets höflich, aufmerksam und bedrängte mich zu keiner Zeit zum Gemachgang. Das empfand ich als sehr wohltuend.
Auch im Gemach wusste sie meine Wünsche bestens zu erfüllen nur fehlte es dort leider an einem Spiegel, worin ich mich selbst hätte betrachten können.
Vielleicht sollte ich das beim nächsten Male zur Sprache bringen?
Die Zeit verging wie im Fluge, und aus den geplanten 30 Minuten wurden wohl an die 1 Stunde und 45 Minuten.
Nun, ich hatte auch ein kleines Problem damit, zum Abschluss zu kommen doch das lag allein an mir, und ich bin bemüht, eine Lösung dafür zu finden.
Nach der Begegnung reinigte ich mich unter dem Wasser und suchte erneut die Schwitzkammer zur Erholung auf.
Wieder begegnete ich Brenda und wir verbrachten nochmals einige Zeit miteinander in guter Rede.
Als sie sich dann entfernte, traten zwei weitere Damen an mich heran gemeinsam überzeugten sie mich zu einem Liebesspiel zu dritt.
Da dies ohnehin ein heimlicher Wunsch von mir war, liess ich mich gerne darauf ein.
Also stürzte ich mich ins Geschehen.
Es mangelte nicht an Leidenschaft und Tatendrang doch, so muss ich gestehen, fühlte ich mich stellenweise leicht überfordert.
Zwei Hände das ist wahrlich zu wenig für all das, was es zu berühren gibt!
Dennoch hatte ich grosse Freude an dieser Erfahrung, und für mein erstes Mal in solch einem Spiel denke ich, dass ich mich nicht allzu ungeschickt anstellte.
Was mir bei diesem Besuch ebenfalls auffiel:
Ein zartes Verlangen nach öffentlichem Spiel begann sich in meinem Geiste zu regen was mich selbst überraschte, da ich bislang keine solchen Fantasien hegte.
Doch siehe da der Mensch entdeckt sich stets aufs Neue.
Anmerken möchte ich noch:
Beim Beziehen der Gemächer mit frischen Tüchern würde ich gerne helfen.
Ein frisches Handtuch ist gewiss angenehm doch zu wissen, dass auch das Lager neu bereitet ist, steigert das Wohlgefühl ungemein.
Vielleicht bilde ich es mir nur ein doch von manch einem anderen Herrn wurde ich mit grimmigem Blick bedacht.
Ob das an meinem Alter liegt?
Oder ist es bloß Einbildung?
Kleine Mängel, die mir aufgefallen sind:
Die Rauchabzüge und Lüftungsgitter erscheinen vergilbt und staubbelastet.
Das altbekannte Problem mit der Wasserführung in den oberen Duschen (heiß/kalt) besteht weiterhin.
Die oberen Duschen zeigen deutliche Spuren von Kalk, sowohl an den Armaturen als auch an den Wänden. Leichter Schimmel macht sich in den Fugen bemerkbar?
Auch die untere Dusche zeigt sich nicht frei von Kalk.
In manchem Gemach hängen Spinnweben von den Decken.
Das Waschbecken im oberen Stockwerk ist zeitweise in recht unschönem Zustand.
Wahrlich, dies ist kein Bericht, der die Welt erschüttert. Doch möge er mir selbst als kleine Stütze dienen bei der Wahl meines Stammhauses.
Mein nächstes Ziel:
Oberbüren ich harre noch mit den passenden Damen, um dieses Ziel zu erreichen.