History? History!
SPOILER: Obwohl ich jetzt erst anfange zu schreiben, nehme ich an, dass es ein langer Text werden wird, ohne Details zu den Zimmern und ohne Beratung oder Tipps zu WGs. Eher ein persönlicher Erlebnisbericht.
Ein Tag frei. Mitten in der Woche. Relaxen, um dem stressigen Alltagstrott zu entkommen. Es ist nicht ideal, wenn man mit einem Plan anreist. Trotzdem war mein Plan klar: Ins History zu Helen. Plan B? Klar war, dass ich ein Doppelpaket zur Happy Hour nehmen werde und dass sicherlich Missis X auch sehr stark im Rennen vorne dabei war. Missis X nenne ich nicht beim Namen, da sie sagt, dass sie es nicht gerne hat, wenn sie im Forum ĂŒber sich liest. Und ja, sie liest hier mit. Obwohl ich sehr gerne Werbung fĂŒr sie gemacht hĂ€tte. Ist sie neu? Gehört sie schon beinahe zum History-Inventar? Halbneu und gerade am Etablieren? Man weiss es nicht⊠Sicherlich darf man aber vor Ort nachfragen, ob sie Missis X sei. Meine Empfehlung: Reserviert Missis X! Es lohnt sich unbedingt!!
Unbeschwert und ohne Qual der Wahl⊠Erstens kommt es anders und zweitens, als man denkt. Am Vortag habe ich den Tagesplan angeschaut. Missis X fehlt. Verflixt noch mal. Immerhin ist Helen, meine Hauptakteurin, am Arbeiten.
Tag der Wahrheit: Helen hat frei/Ferien. Missis X ist aber da. Kurz habe ich mir Alternativen ĂŒberlegt: Premiere im Palace? Swiss? Westside? Globe? Nein, es soll das altbekannte History werden; ich nenne es gerne einen Geheimtipp. Ausserdem freue ich mich auf Missis X! Vielleicht nicht fĂŒr alle ein Geheimtipp, aber fĂŒr mich als lediglich sporadischer Club-Besucher mit grossem Hang zum GFS passt das History mehr als nur wunderbar.
Also los â dort in der Region noch Mittag gegessen, und um ca. 12 Uhr stand ich oben auf dem Podest in der Hoffnung, dass die TĂŒre keine bangen Sekunden zu lange zu bleibt. Rein ins VergnĂŒgen!
Umgezogen, geduscht, Doppelpaket gekauft â geht es die Treppe hoch zur Bar. Wie in meiner Vorahnung schnappt die Falle zu und Missis X ist die erste Frauenstimme, die ich ausserhalb der Rezeption wahrnehme. Ich bestelle ein GetrĂ€nk und schon bin ich mit ihr im GesprĂ€ch. Erstaunlich, wie sie sich erinnert â schliesslich waren es doch einige Wochen, als ich sie kurz bei meinem letzten Besuch gesehen habe und sie mich gefragt hat, ob ich wisse, wer sie sei. Klar. Klar weiss ich es auch jetzt. Sie sagt sofort, dass ich wohl zuerst ankommen möchte und wohl noch ein bisschen im unteren Stock sei. Ganz genau so!
Bei meinem letzten History-Besuch habe ich den Fehler gemacht, dass mein Plan im Hinterkopf einen kleinen Denkfehler hatte. Ich habe mich dazu ĂŒberreden lassen, das erste Zimmer bereits wenige Minuten nach Ankunft zu buchen, um dann möglichst schnell die Akkus fĂŒr die zweite Runde wieder aufzuladen. Heute habe ich wertvolles Gut mitgenommen: GenĂŒgend Zeit. Wirklich genĂŒgend Zeit, inklusive Zeitreserve. Das Zimmer war aber trotzdem schon halb versprochen. Und ich war halb versunken in der Wellnessoase, auf der Relax-Liege. Da taucht plötzlich Missis X auf und somit war der Deal unter Fach und Dach. Nicht nur ein Zimmer war versprochen, ich habe ihr gesagt, dass sie bitte nicht auf ein mögliches Business verzichten solle. Ich werde warten, falls sie anderweitig besetzt wĂ€re.
Was soll ich sagen? Das Zimmer war einfach nur perfekt! Es erstaunt mich immer wieder, wie anpassungsfĂ€hig die WGs sich auch auf komplett unterschiedliche GĂ€ste einstellen können. Das ist sicherlich sehr individuell. Perfekt, einfach so perfekt wie nur immer möglich. Es blieben bei mir keinerlei WĂŒnsche offen, inklusive korrektes Zeitmanagement und gemeinsames Plaudern auf dem Bett â ganz ohne Zigarette danach. Ach, wie gerne wĂŒrde ich Werbung machen fĂŒr Missis X!!
Es folgte eine intensive Wellness-Relax-Session. Mehrere Sauna-DurchgĂ€nge Ă 15 Minuten, sehr selten nicht komplett alleine. Ausserdem immer wieder Whirlpool-Einheiten. Das Whirlpool war angenehm geheizt und auch hier passte es perfekt. Immer wieder war ich dann oben an der Bar. Sehr History-typisch wurde ich mehrmals angesprochen. Viele bis sehr viele Gelegenheiten haben sich mir offenbart, und ich glaube nicht, dass ich hier irgendetwas hĂ€tte falsch machen können. Ausserdem gab es immer wieder Stangentanz-BĂŒhnen-Shows. Ich habe die Besucherinnen ehrlich und klar darauf hingewiesen, dass ich noch Zeit benötige. Die cleverste Frage kam von Ana (neu). Rund zwei Stunden habe ich gesagt, und ihre prompte Nachfrage war: âAb jetzt, oder gilt die vergangene Wartezeit ebenfalls?â
Weiter ging es mit Sauna/Relaxliege/Whirlpool/Bar â ein immerwĂ€hrendes Hin und Her. Inklusive Badetuch- und sogar Bademantel-Erneuerung.
Dann kam fĂŒr mich der selbst definierte ideale Zeitpunkt fĂŒr Runde zwei. Ella, die mich so freundlich besucht hat und die ich schon ein anderes Mal ins Visier genommen habe, war die AuserwĂ€hlte. Sehr gut im Rennen war auch Taylor, mit ihr kann man sich sogar auf Italienisch unterhalten. Sie hat wohl neben Sonia seltenes Blut, das nicht aus RumĂ€nien stammt â zumindest nicht nur. Nachdem wohl alle WGs gesehen haben, wie viel Zeit ich mitgebracht habe, fanden logischerweise keine regen Besuche mehr statt. Trotzdem wusste ich, dass viele wirklich sprungbereit waren. Auch Missis X hat angemerkt, dass sie fĂŒr Runde zwei noch einen Joker im Ărmel habe â und das glaube ich ihr tatsĂ€chlich sofort.
Es war, wie es fĂŒr viele sein sollte: FrauenĂŒberschuss. Dreibeiner waren nie wirklich in Ăberzahl, und so hat Ella ihre Chance im fĂŒr mich falschen Moment genutzt. Ich habe vermutet, dass sie aus der hinteren Ecke wohl nicht alleine zurĂŒckkehren wĂŒrde, und habe Optionen abgecheckt. Wie macht man das jetzt, wenn man zeitlich den Zenit fĂŒrs âsie besuchen michâ definitiv lĂ€ngst ĂŒberschritten hat? Da ich mit ihr bisher noch nie gesprochen habe, habe ich mich fĂŒr die Variante âPiccoloâ und Adela entschieden. Bereits in der Sitznische wusste ich, dass ich meine Wahl wohl nicht bereuen werde. Auf zur Runde zwei!
Wie kann man âPerfekter als perfektâ ĂŒberbieten? Genau, mit ebendiesem âPerfekter als perfektâ. Eigentlich wirklich eindrĂŒcklich, wie Adela vom Charaktertyp her absolut anders ist als Missis X und trotzdem das Zimmer so dynamisch abgelaufen ist. Ich bin einfach jetzt doppelt dankbar, dass mich auch das zweite Zimmer zu so unglaublich definitiver Befriedigung gefĂŒhrt hat. Adela weiss, was sie macht, wie sie es machen soll und wie sie sich anpassen kann â je nach Gast. Ausserdem hat sie einen guten Humor, neben ihrem wirklich tollen Charakter. Apropos: Einen wirklich tollen Charakter hat auch Missis X, aber sie will das ja nicht lesen! Sicherlich ist sie aber bereit, es live zu zeigenâŠ
Ein letztes wehmĂŒtiges Wellness-RĂŒndlein und die Zeit fĂŒr die Heimreise rĂŒckt langsam, aber bestimmt nĂ€her. Die Stimmung unter den WGs war immer gut. Die AtmosphĂ€re locker und sympathisch. Immer!
Was mir einzig zu denken gegeben hat, ist die Tatsache, wie so ein Arbeitstag fĂŒr eine WG ablĂ€uft, da es nicht wirklich voraussehbar ist, wie gut besucht der Club an so einem Tag unter der Woche ist. Als ich eingecheckt habe, waren die WGs bereits eine Stunde lang am Arbeiten bzw. in der PrĂ€senzzeit, um die Möglichkeit des Geldverdienens zu packen. Nach meiner Abreise waren es immerhin noch stolze 5 Stunden bis Mitternacht. An gewissen Tagen bedeutet Mitternacht noch zusĂ€tzliche 2 oder 3 Stunden PrĂ€senz- bzw. Arbeitszeit. Und ja, es gibt wohl nicht viele andere Berufe, die auch mal 5 Stunden ohne Lohn-Bezahlung möglich machen. Ich werde meine Ăberlegungen zu einem solchen Gedankenexperiment âein normaler Arbeitstagâ ausserhalb vom History-Post schreiben.
Umziehen, langsam auf den Heimweg machen, auschecken. Das Beste kommt bekanntlich zum Schluss: Authentisch-theatralisch und ohne eine Miene zu verziehen, wurde ich beim Auschecken sehr erstaunt angeschaut und gefragt: âGehst du schon nach Hause?â
Ich habe dann kurzerhand nachgerechnet, dass ich rekordverdĂ€chtige 7 Stunden im History verbracht habe. Tageseintritt Wellness! Mit einem doppelten innerlichen zufriedenen Grinsen habe ich mich auf die Heimfahrt gemacht. Zeit, etwas zu kochen fĂŒrs Abendessen. Und ja, es gibt so viele GrĂŒnde, dorthin noch einmal zu reisen. Nicht zuletzt weil am nĂ€chsten Tag gemĂ€ss Tagesplan Helen gearbeitet hat. Und obwohl ich die Aufforderung beim Auschecken klar gehört habe, dass ich unbedingt morgen wiederkommen solle, wenn ich schon so frĂŒh wieder abreise, werden wohl wieder einige Wochen vergehen bis zum nĂ€chsten Besuch. Vielleicht auch nicht â es lohnt sich wirklich. Das History!