Mehr als nur ein «Happy Birthday» für Gabi
Torsten wirkte von Beginn an aufgeregt und Schweisstropfen kullerten über seine blassen Wangen. Und das lag nicht an den FKK-genehmen Temperaturen und auch nicht am Umstand, dass kurz vor 16 Uhr bereits alle Parkplätze ums Haus herum belegt waren. «Um Acht müsst ihr unbedingt hier sein, es gibt noch eine Überraschungsshow, die wir so nicht im Programm haben», bläute er dem Banyadee und seinen Kollegen aus dem «Tom und Jerry»-Fanclub ein.
Tom and Jerry war – nebst
Gabi – das zweite Geburtstagskind am gestrigen Freitag. Und er strahlte übers ganze Gesicht, denn nicht nur wurde er von
Steffi nach Strich und Faden verwöhnt, so wie es ihm gefällt. Als Supplement erhielt er von
Mercedes noch einen Blumenstrauss und eine kleine Geburtstagstorte mit einer Kerze überreicht. Die grössere Torte, mit 29 Kerzen, war für Gabi bestimmt. Mit einem Strahlen im Gesicht, ihre schwarzen Haare trug sie offen, in weissen Hotpants und einem weissen Top gekleidet, bot sie zur Feier des Tages an der Stange eine Pole-Dance-Show, die Seltenheitswert hatte. Unterstützt wurde sie dabei von der Barmaid
Lavinia, die als Arbeitskittel ein schwarzes Lederkostüm trug.
Schwupps hatte sie einen Ring am Finger
Dann kam die Überraschung. Alle Damen – die nicht gerade anderweitig beschäftigt waren – säumten in ihrer nackten Schönheit und mit je einer Rose in der Hand – den Bühnenrand. Torsten stieg zur Gabi empor, küsste sie und gratulierte ihr zum Geburtstag. «Seit zehn Jahren sind wir ein Paar, nun ist der Moment gekommen...», stammelte Torsten, kniete vor seiner Geliebten nieder, kramte ein Schächtelchen aus seiner Jeanshosentasche hervor und stellte die simple Frage: «Gabi, willst du zu meiner Frau werden?» Was Gabi geantwortet hat, ging im Getöse und Gekreische völlig unter. Aber ihrem Gesichtsausdruck zufolge sagte sie Ja. Schwupps hatte sie einen Ring am Finger. Der Moment stellte eine Explosion der Emotionen dar. Die Mädchen wischten sich Tränen aus den Augen, die Jungs schauten sich verwundert an. Diese Überraschung hatte wohl niemand erwartet. Auch Banyadees Glückshormone gingen in diesem Augenblick durch die Decke. Wow, soeben waren er, geschätzte 15 Weiblein und 50 Herren der Schöpfung, zu Zeugen des möglicherweise ersten Heiratsantrags in einem Schweizer Saunaclub geworden. (
@green: diese Aussage bitte in deinem Archiv überprüfen und falls akkurat im Geschichtsbuch vermerken).
Urbi et orbi und orgasmus in excelsis
Eigentlich hätte die Trauzeremonie noch im selben Moment an Ort und Stelle stattfinden können, denn ein Pastor war auch zugegen, stand aber wie «bestellt und nicht abgeholt» etwas ratlos auf der Bühne. Es war der gute
Libi, der eine schwarze Kutte, einen Pfaffenhut und ein Kreuz auf seiner Brust trug. Hätte ihn Mercedes doch nur vorgängig gebrieft, so hätte er auch eine kleine Ansprache halten können, machte er auf dem Weg zur Umkleide seinem Unmut Luft. Die Luft war zu diesem Zeitpunkt bereits draussen. Der Geistliche tat in den zwei Stunden davor das, was er eben am besten kann, er vergnügte sich öffentlich und ungehemmt im ganzen Club. Zuerst auf dem Barhocker. Ehrfürchtig bekreuzigten sich die Gläubigen vor ihm, während er von
Morena die Beichte abnahm. Der Begriff «Missionars»-Stellung bekam dadurch eine ganz neue Bedeutung. Während des offiziellen Showblocks immer noch Morena. Bevor die Luft bei Libi draussen war, ging sie der der mobilen Sexschaukel aus. Der Grund: ein Loch. Also legte Libi Morena zurück rücklings auf den Schoss von Banyadee, der in einem schwarzen Ledersessel am Bühnenrand sass, und leckte ihren Schambereich, derweil die heissblütige Rumänin lustvoll in Banyadees linkes Ohr stöhnte. Danach legte sich Morena bäuchlings auf Banyadee und Libi penetrierte sie von hinten. Banyadee oblag nun die Rolle des statischen Statisten. Urbi et orbi und orgasmus in excelsis. «Und, was war das für ein Gefühl», wurde er nach vollendeter Arbeit vom Nebenbuhler
Neandertaler gefragt. «Ungewöhnlich, aber hat Spass gemacht.»
«6» im Zimmer «4»
Sichtlich Spass bereite der Contest auch den beiden Foristen
Igor1111 und dem legendären
Vaginaedux. Letzterer liess sich von der deutschen
Jana genüsslich sein bestes Stück mit Anhang stimulieren. Ersterer genoss die Professionalität seiner Showpartnerin Steffi. Es wäre noch besser gekommen, wenn er den richtigen Winkel gefunden hätte, gab er kurz zu Protokoll. Aber daran werde er noch üben, meinte Igor1111. Spass hatte auch Banyadee, dreimal sogar, mit seinem blonden Engel
Gabriella. Zweimal forderte sie ihn zum Tanz auf, das dritte Mal gab’s «6» im Zimmer «4».
Dekorationsmässig hat sich die Swiss-Crew einmal mehr übertroffen. Schon am Aussengeländer signalisierten weisse Ballone mit entsprechender Aufschrift, dass an der Moosmattstrasse 26 eine Geburtstagsfete steigt. Im Innern dann dasselbe Bild: Weisse Ballone soweit das Auge reichte, dazu weisse Girlanden die von der Decke hingen und neonfarbige Läufer. Unermüdlich karrte Mercedes Einkaufswagen mit frisch zubereiteten kalten wie auch warmen Speisen ans Buffet. Essen gab es zu Spitzenzeiten in Hülle und Fülle. Etwas früher als gewohnt, noch vor Mitternacht, machte sich Banyadee glücklich und zufrieden auf den Heimweg. Von der quicklebendigen
Simona, welche an der Rezeption Spätschicht schob, gab’s eine herzliche Abschiedsumarmung. Torsten und Gabi waren zu diesem Zeitpunkt längst verschwunden und feierten wohl Geburtstag und Verlobung in trauter Zweisamkeit. Banyadee wünscht dem Paar von Herzen alles Gute!